Termine
3. Int. Afrika Festival
Festplatz Tübingen
Europastraße (Paul-Horn Arena)
Do. 09. bis So. 12. August 2012
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Afrika & Sport
„Sport ist die beste Schule des Lebens“: Sport vermittelt die Werte und Fähigkeiten, welche für unser gesellschaftliches Zusammenleben unabdingbar sind. Wenn Lernen und Spielen miteinander verbunden sind, fällt es leichter Fairness und Regeln zu erlernen, die eigene Persönlichkeit und Selbstvertrauen zu entwickeln sowie sperrige Themen zu vermitteln und deren Inhalte nachvollziehbar zu machen. Zudem leistet Sport einen wesentlichen Beitrag zur sozialen und nationalen Integration. Vor allem in der Entwicklungszusammenarbeit kann Sport wichtige Funktionen übernehmen und die Bedeutung der sich bietenden Möglichkeiten wird zunehmend geschätzt – das gilt auch für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit.
Sports
Was Langstreckenläufe angeht, sind die Afrikaner nicht zu schlagen. Zum Teil liegt es im sportlichen Ehrgeiz der Afrikaner und dem wohl manchmal auch unfreiwilligen Training. Anders als wir es in Europa gewöhnt sind, legen die Menschen auf dem afrikanischen Kontinent kilometerlange Strecken am Tag zu Fuß zurück. Laufen gehört zum Alltag, um von einem Ort zum andern zu kommen, braucht es auch mal drei Stunden Fußmarsch.
Dieses Training, welches die heutigen Athleten schon seit ihrer Kindheit praktizieren, macht sie zu dem, was sie heute sind: Spitzensportler. Im Sport bekommen die Läufer und Läuferinnen vom afrikanischen Kontinent Anerkennung und Ansehen, sie lernen den eigenen Gerechtigkeitssinn kennen und fördern ein Gemeinschaftsgefühl. Außerdem wecken sie mit ihren sportlichen Erfolgen das öffentliche Interesse an ihrem Kontinent und tragen damit zur Entwicklung desselben bei.
Leistungssport war bis in das 20. Jahrhundert hinein Männersache und entsprach nach dem traditionellen Rollenbild nicht dem Wesen der Frau. Leibesübungen waren höchstens angedacht für junge Frauen und Mädchen und sollten vor allem der Gesundheit dienen, die nötig ist zur Ausübung der Rolle als Mutter und Hausfrau. Anmut, Zierlichkeit und Schönheit wurden als die Bestimmung der Frau angesehen. Sportliche Wettkämpfe passten nicht in das Bild der Frau.
Nach dem ersten Weltkrieg schaffte die Offenheit des politischen Systems der Weimarer Republik günstige Vorraussetzungen dafür, Frauen einen Einstieg in den Wettkampfsport zu gewähren. Trotz staatsrechtlicher Gleichstellung waren die traditionellen Rollenbilder noch tief verankert in der Gesellschaft und in vielen Sportarten wurde Frauen der Zugang weiterhin verwehrt.
Fußball galt zu dieser Zeit als "männliches Kampfspiel" und obwohl sich bereits die ersten Frauen gegen diese allgemeine weltanschauliche Haltung zur Wehr setzten und die Fußballschuhe schnürten, sollte es noch lange dauern bis sich der Frauenfußball etablieren konnte.
Der Frauenfußball ist bereits seit einigen Jahren im Begriff sich aus dem überaus mächtigen Schatten des Männerfußballs zu bewegen. Für die Medien ist Frauenfußball längst kein Sommerloch-Thema mehr. Der ehemalige Nationalspieler und Fußballtrainer Mathias Sammer bescheinigt: "Frauenfußball hat enormes Potenzial". Auch Franz Beckenbauer und die ehemalige Nationalspielerin Steffi Jones, die dem Organisations-Komitee der Frauenfußball-WM vorsitzen, bestätigen ebenso wie FIFA Präsident Blatter, dass sich der Frauenfußball weltweit entwickelt, selbst im Iran






